Im Dezember 2015 verabschiedete die Weltstaatengemeinschaft auf der UN-Klimakonferenz in Paris das so genannte „Pariser-Abkommen“. Darin vereinbarten die Unterzeichner, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen.

Quelle: 2026 Klima-Bündnis Services, Klimaschutzplaner
Dieses internationale Ziel stellt die Kommunen vor große Herausforderungen, denen sich die Gemeinde Schönefeld jedoch stellt. Schon seit längerer Zeit befasst sich die Gemeinde intensiv mit dem Thema Klimawandel. Dies umfasst zum einen Beschlüsse und Maßnahmen zur Minderung der Emissionen und zum anderen die Stärkung der Resilienz der Gemeinde vor den Folgen des Klimawandels, wie Hitze, Trockenheit und Starkregen. Zum Hitzeschutz und für eine bessere Luftqualität wurden bspw. in Pilotprojekten innovative Moosfilter auf Schulhöfen und im Außenbereich von Kitas platziert. Ebenso fordert die Gemeinde Dachbegrünungen oder Regenentwässerung auf Grundstücken in den Festsetzungen der Bebauungspläne oder städtebaulichen Verträge. Auch im Bereich der nachhaltigen Mobilität tut sich einiges – vom Bau neuer Radwege, über das geplante Radparkhaus in Waßmannsdorf bis hin zur aktuellen Prüfung sog. „Mobility Hubs“, die Autos in zukünftigen Neubauquartieren effizient bündeln würden, um im Außenraum mehr Platz für Grün, Entspannung, Spiel und Sport zu schaffen, und gleichzeitig Nahversorgungs- und Sharing-Angebote bieten würden.
Darüber hinaus sollen künftig alle Beschlüsse der Gemeindevertretung oder des Hauptausschusses Informationen zu den Auswirkungen auf Klimaschutz beinhalten. Auch der Anteil lokaler erneuerbarer Energie soll ausgebaut werden. Eine Agri-PV-Anlage, d. h. eine Photovoltaikanlage, auf deren Fläche parallel Landwirtschaft betrieben werden kann, ist 2026 im Schönefelder Ortsteil Selchow in Betrieb genommen worden.
Die Gemeinde Schönefeld hat im Juni 2026 ein integriertes Klimaschutzkonzept (hier als pdf zum Download, 17,6 MB) beschlossen. Dieses dient als Handlungsfahrplan für den örtlichen Klimaschutz und als Datengrundlage der lokalen Emissionen und Energieverbräuche. Die Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.
- Projekttitel: „KSI: Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes mit Klimaschutzmanagement für die Gemeinde Schönefeld – Erstvorhaben“
- Förderkennzeichen: 67K24462
- Projektzeitraum: Dezember 2024 – November 2026

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.


