Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Schönefeld wird auf Vorschlag des Bürgermeisters und durch Beschluss der Gemeindevertretung in dieses Amt bestellt.
Ihre Aufgabe ist es, die Kommune dabei zu unterstützen, den verfassungsrechtlichen Auftrag zur Durchsetzung der tatsächlichen Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Gemeinde umzusetzen. Sie ist Anlauf- und Informationsstelle für alle Mitarbeiter*innen, aber auch für alle Bürger*innen der Gemeinde, insbesondere, wenn es um Fragen der Chancengleichheit und Frauenförderung, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder aber auch um Not-, Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen geht.
Bürger*innen, die sich benachteiligt fühlen oder Rat und Hilfe suchen, können sich vertrauensvoll per E-Mail oder auch telefonisch an die Gleichstellungsbeauftragte wenden und/oder einen persönlichen Gesprächstermin vereinbaren. Auf Wunsch sind auch Hausbesuche möglich.
Die Gleichstellungsbeauftragte fungiert aber nicht nur als Anlaufstelle und Vermittlerin. Auf Grundlage des Landesgleichstellungsgesetzes, der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg und der Hauptsatzung der Gemeinde Schönefeld ist es ihre Aufgabe, Maßnahmen und Beschlüsse, die Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frau, Mann und Divers haben (können), intensiv zu prüfen und die Verwaltung bei frauen- und gleichstellungspolitischen Fragestellungen zu beraten.
Dabei gilt es auch, die örtlichen Initiativen, Verbände, Träger und Akteure kennenzulernen, zu vernetzen und für gleichstellungs- sowie diversitätspolitische Themen zu sensibilisieren bzw. gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie Gleichstellung in allen gesellschaftlichen Bereichen gelingen kann. Im Fokus stehen hier unter anderem die Ermittlung konkreter Bedarfe und die Entwicklung passgenauer bedürfnisorientierter Angebote – und zwar für alle Bevölkerungsgruppen.
Insgesamt soll durch ihre Arbeit der Blick auf die gesellschaftliche Vielfalt geschärft und Teilhabe aller Menschen als Chance begriffen und ermöglicht werden. Gleichstellung ist also keineswegs nur „Frauenarbeit“.
Zudem nimmt die Gleichstellungsbeauftragte an Vorstellungsgesprächen teil und begleitet interne personelle Entscheidungen und Prozesse. Zu den weiteren Aufgaben zählen die gemeindeübergreifende Netzwerk- sowie die Öffentlichkeitsarbeit.
Ein Informationsflyer zur Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten steht hier zum Download bereit:
Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Schönefeld
Aktuelle Nachrichten & Informationen
Familienbefragung: Infrastruktur und Mobilität stehen im Fokus
10. April 2026
Wie familienfreundlich ist Schönefeld? Dieser Frage ist die Gleichstellungsbeauftragte Anfang 2026 im Rahmen einer digitalen Umfrage nachgegangen. Insgesamt 74 ausgewertete Rückmeldungen geben zwar kein repräsentatives Bild, liefern aber wichtige Hinweise auf die Lebensrealität vieler Familien vor Ort.
Die Ergebnisse zeigen: Die meisten Familien leben als Paar mit Kindern, häufig mit ein oder zwei Kindern. Gleichzeitig wird deutlich, dass Sorgearbeit – insbesondere Kinderbetreuung und Haushalt – weiterhin überwiegend von Müttern übernommen wird. Dieses traditionelle Rollenverständnis spiegelt den fortbestehenden „Gender Care Gap“ wider.
Insgesamt bewerten viele Befragte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als mittel bis gut, sehen jedoch Verbesserungsbedarf. Besonders flexible und verlässliche Kinderbetreuung, etwa in Ferienzeiten, wird als zentrale Unterstützung genannt.
Herausforderungen zeigen sich vor allem in strukturellen Bereichen: etwa beim ÖPNV-Angebot, mitunter langen Wegen oder hohen Wohnkosten. Insbesondere zeitliche Belastungen erschweren den Familienalltag. Mobilität spielt dabei eine Schlüsselrolle – viele sind auf das Auto angewiesen, während der öffentliche Nahverkehr häufig als unzuverlässig wahrgenommen wird.
Auch bei Infrastruktur und Lebensqualität gibt es klare Wünsche: mehr bezahlbarer Wohnraum, bessere Freizeit- und Begegnungsangebote sowie eine insgesamt familienfreundlichere Gestaltung des Wohnumfelds. Spielplätze sind dabei die wichtigsten Treffpunkte, während andere Angebote weniger genutzt werden – möglicherweise aufgrund fehlender Bekanntheit oder Zugänglichkeit.
Ein weiteres Ergebnis: Viele Familien fühlen sich nicht ausreichend informiert oder in ihrer Lebensrealität nur bedingt berücksichtigt. Gleichzeitig besteht ein großes Interesse an mehr Beteiligung – insbesondere durch digitale Formate, die sich besser mit dem Familienalltag vereinbaren lassen.
Zu den Ergebnissen der Umfrage geht es hier:
Ergebnisse Familienbefragung Schönefeld
09.01.2026
Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Schönefeld bittet Schönefelder Familien, sich an einer Umfrage zu Ihrer Lebenssituation zu beteiligen. Ziel ist es, herauszufinden, mit welchen Problemen und Herausforderungen hier lebende Menschen konfrontiert sind, wo Unterstützungsbedarf besteht und welche Wünsche es in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit, Teilhabe und mögliche Maßnahmen und Beschlüsse der Kommunalpolitik und Verwaltung gibt. Die Umfrage erfolgt anonym und nimmt etwa 15 Minuten Zeit in Anspruch. Sie ist online über folgenden Link zu erreichen:
Befragung Schönfelder Familien – Gemeinde Schönefeld
Der Fragebogen ist darüber hinaus auch in Papierform verfügbar und kann hier heruntergeladen werden:
Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen: Gemeinde setzt Zeichen
25.11.2025
Vor dem Rathaus der Gemeinde Schönefeld fand heute die feierliche Hissung der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ statt. Mit der Aktion setzte die Gemeinde – wie zahlreiche Städte und Gemeinden im gesamten Landkreis – ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit Betroffenen von geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Fahne wurde um 9.30 Uhr durch Bürgermeister Christian Hentschel im Beisein der Schönefelder Gleichstellungsbeauftragten und zahlreicher Mitarbeitenden der Verwaltung und der Einrichtungen der Gemeinde gehisst. Auch Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, ihre Unterstützung zu zeigen und ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.
In diesem Jahr begleitet die Gemeinde zudem die bundesweite Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen“, die vom Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bereits zum zwölften Mal initiiert wurde. Unter dem diesjährigen Motto „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ – unterstützt von der Schirmherrin, Bundesfrauenministerin Karin Prien – wurden in Schönefeld Aktionsplakate angebracht und Informationsmaterial verteilt, um auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen und Betroffene zu ermutigen, sich Unterstützung zu holen.
Der 25. November ist weltweit der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, der auf die anhaltende Problematik geschlechtsspezifischer Gewalt aufmerksam macht. Er geht auf die Ermordung der Mirabal-Schwestern in der Dominikanischen Republik zurück und wurde 1999 von den Vereinten Nationen offiziell anerkannt. Im Rahmen dieses Gedenktages findet auch der sogenannte Orange Day statt, bei dem Gebäude und öffentliche Orte in orangefarbenes Licht getaucht oder mit orangefarbenen Symbolen versehen werden. Die Farbe Orange steht international für eine Zukunft ohne Gewalt an Frauen und Mädchen.
Mit der heutigen Veranstaltung machte die Gemeinde Schönefeld erneut deutlich, dass der Schutz von Frauen und Mädchen, Prävention und die Unterstützung Betroffener zentrale gesellschaftliche Anliegen sind.

Gemeinde setzt Zeichen gegen Gewalt. Fotos: ak
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Gegen Gewalt an Frauen
Mit einem Video hat sich der Landkreis Dahme-Spreewald auf Initiative des Gleichstellungsbüros gegen Gewalt an Frauen und Mädchen positioniert. Nach dem Motto „Hinschauen, helfen, handeln“ appelliert es an die Menschen im Land, Gewalt nicht zu ignorieren und sich gemeinsam gegen Gewalt stark zu machen.
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Hilfe bei Gewalt
Von Gewalt betroffene Frauen und Männer bzw. Menschen, die Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sind, finden Beratung und Hilfe an folgenden Hilfe-Telefonen:
- Gewalt gegen Frauen: 116 016
- Gewalt an Männern: 0800 1239900
- Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530
Beratung bietet zudem die Präventionsstelle häusliche Gewalt im Landkreis Dahme-Spreewald, Brückenstraße 41, in 15711 Königs Wusterhausen an. Sprechzeiten nach Vereinbarung. Tel. (03375/262612).
Im Frauenhaus Königs Wusterhausen finden Frauen und Kinder rund um die Uhr Unterbringung und Schutz. Tel. (03375) 262070, E-Mail: frauenschutzwohnung@dahme-spreewald.de
Die Fachstelle Gewaltprävention in Potsdam bietet allen Menschen, die im Zusammenhang mit ihren Familien, ihren Partner*innen oder dem sozialen Umfeld Gewalt ausgeübt haben, Beratung und Hilfe an. Telefonische Sprechzeiten von montags bis freitags unter: (0331) 2009719-0. E-Mail: brandenburg@bzfg.de
Weitere Hilfsangebote:
IN VIA – Beratung für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind: Tel. 0177 / 738 6276. E-Mail: moe@invia-berlin.de
Nummer gegen Kummer: Tel. 116 111
Jugendamt Lübben: Tel. (03546) 20 17 30
Jugendamt Königs Wusterhausen (03375) 26 26 53
Kinder- und Jugendschutzstellen in Lübben und Königs Wusterhausen: Tel. (03546) 27 83 100 und (03375) 21 31 334.
Jugendnotmail: www.jugendnotmail.de


