Wirtschaftsstandort_Waltersdorf_Gewerbegebiet Kienberg

Portrait des Ortes

Waltersdorf hat sich in den letzten Jahren von einem Durchfahrtort entlang einer Bundesstraße und einigen weit verstreut liegenden bewohnten Gemeindeteilen zu einem Ortsteil entwickelt, der über eine neue und moderne Infrastruktur verfügt und wegen des weit bekannten Gewerbegebietes „Einrichtungscenter Waltersdorf“ einen guten Namen hat. Der Anschluss an die Autobahn A113 und A117 ist optimal. Das neue Gewerbegebiet „Gatelands“, welches auf dem Gebiet  des ehemaligen Gemeindeteils „Kienberg“ liegt, bietet beste Möglichkeiten für Investoren direkt am Haupteingang des Flughafens.

 

Mit der politischen Wende begann ab 1990 die Veränderung der ehemaligen Agrargemeinde Waltersdorf hin zu einem gut florierenden Einrichtungscenter. Der Motor des Aufschwungs läuft seit dieser Zeit auf Hochtouren. Im Zuge der rasanten Entwicklungen wurde das Straßennetz umfangreich erweitert, so dass der Ortsteil heute über eine moderne Infrastruktur verfügt.

 

In Waltersdorf entstand auf märkischem Boden ein beispielhafter Gewerbepark der neuen Generation – der Lilienthalpark. Dieser teilt sich in den Lilienthalpark I und Lilienthalpark II auf.

 

Ersterer ist ein klassischer Gewerbepark mit Büro-, Ausstellungs- und Lagerflächen. Zweiteres ist ein Dienstleistungs- und Handelszentrum mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten (Höffner, Ikea, Media Markt, etc.), Tankstelle, Fast Food, Supermarkt, Bäcker, Friseur, und vielem mehr.

 

Der Aufschwung ging auch an der historischen Ortslage von Waltersdorf nicht spurlos vorüber. Um die historische Dorfkirche entstanden ein neues Ortszentrum, der Gemeindehof und ein Bürohaus, in dem der Ortsbeirat seinen Sitz hat. Architektonisch attraktiv gestaltete Wohnungen bilden nach Westen den Abschluss des Gemeindehofes und bieten ein familienfreundliches Wohnumfeld.

Ortsporträt Waltersdorf_Rotberg

Geschichte

1200

Die Geschichte des Ortes Waltersdorf begann um 1200, als deutsche Bauern vom Niederrhein zum Mostpfuhl zogen und den Wald und das Land urbar und bewohnbar machten.

 

1355 – Erste Erwähnung

Waltersdorf wird im Jahre 1355 als „Woltersdorf“ in einer Urkunde erwähnt. In dieser wird erwähnt, dass Marktgraf Ludwig die Renten von 4 Dorfhufen, die Krämer zur Stiftung eines Altars in der Nikolaikirche erworben und geschenkt hatten, aus der Lehnsverbindlichkeit entlässt.

 

Im Landbuch Kaiser Karls des Vierten wird der Ort als „Deutsch-Woltersdorf“ zum Unterschiede von dem in Niederbarnim gelegenen wendischen „Woltersdorf“ bezeichnet. Waltersdorf hatte 78 Hufen (Bezeichnung für ein Bauerngut oder Gehöft das von einer Familie bewirtschaftet wurde), wovon der Pfarrer zwei Hufen besaß. Jede der anderen 76 Hufen gab Zins, Pacht und Bede (alte Steuerform). Zur Zeit der Entstehung des Landbuches besaßen die Familien Liepe und Honow die Hauptanteile der Hufen.

 

13. Jahrhundert

Während des 13. Jahrhunderts wurde die Waltersdorfer Kirche errichtet.

 

1600 bis 1800

Im Jahre 1670 waren die von Thüme im Besitz von Waltersdorf.

Danach wurde Walterdorf nebst Schulzendorf und Schönefeld im Jahre 1736 vom König gegen die „Geslerchen“ Güter, welche für 60.000 Taler verkauft wurden, eingetauscht und 1719 mit den „Enderlinschen“ Gütern Miersdorf und Westmark zur Herrschaft von Königs Wusterhausen geschlagen.

 

19. Jahrhundert

Der überwiegende Teil der Waltersdorfer Gebäude entstand in der Gründerzeit im 19. Jahrhundert.

 

1994 bis 1997

In Waltersdorf wurde 1994 eine hochmoderne Kindereinrichtung, 1996 der neue Sportplatz und 1997 ein neues Feuerwehrhaus errichtet.

 

1998

Die ehemalige Gemeinde Waltersdorf und die Gemeinde Rotberg fusionierten im Jahre 1998. Somit wurde Rotberg ein Gemeindeteil von Waltersdorf.

 

2003

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wird Waltersdorf ein Ortsteil der neuen Gemeinde Schönefeld.

 

Rotberg
1316 – Erste Erwähnung

Rotberg wird 1316 das erste Mal urkundlich als Rotzis erwähnt. Schon zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung war Rotberg eine größere Siedlung mit 40 Hufen (Bezeichnung für ein Bauerngut oder Gehöft das von einer Familie bewirtschaftet wurde). Das Dorf wechselt, häufig die Besitzer von denen drei zur Pfarrei gehörten und abgabefrei waren.

 

1400 bis 1800

Aus dem 14. Jahrhundert stammt die ursprünglich aus Findlingsgestein erbaute Kirche.

 

Der Name des Dorfes wurde immer wieder abgewandelt; so hieß es mal „Rodeses“, dann „Rotzes“ und Rotzis“.

 

Seit 1589 besteht der Rittersitz mit zunächst 8 Hufen. Auch in diesem Dorf schlug der 30jährige Krieg tiefe Wunden.

 

1624 waren nur „11 Hüfener, 3 Kossäthen, 1 Müller, 1 Hirte, ein paar Hausleute, 1 Laufschmidt“ im Dorfe.

 

Nach einer Tabelle aus der Zeit um 1730 waren „15 ursprünglich bäuerliche, dann wüst gewordene Hufen zum Rittergut geschlagen worden.

 

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte das Dorf und das sog. Amtsvorwerk 40 Hufen mit 124 Einwohnern, darunter 4 Ganzbauern, 3 Ganzkossäthen (Dorfbewohner, die einen Kotten bzw. eine Kate besaßen), 3 Bündner und 7 Einleger.

 

1600 bis 1800

Im Jahre 1670 waren die von Thüme im Besitz von Waltersdorf.

Danach wurde Walterdorf nebst Schulzendorf und Schönefeld im Jahre 1736 vom König gegen die „Geslerchen“ Güter, welche für 60.000 Taler verkauft wurden, eingetauscht und 1719 mit den „Enderlinschen“ Gütern Miersdorf und Westmark zur Herrschaft von Königs Wusterhausen geschlagen.

 

1800 bis 1950

1860 belief sich die Einwohnerzahl der Landgemeinde einschließlich Vorwerk und des Gasthauses Tollkrug auch „Hungriger Wolf“ genannt auf 189 Einwohner.

 

Im 19. Jahrhundert wird die Kirche mit Backstein in gotischem Stil ausgebaut.

1883 wird die Dorfstraße in das Netz der Kreischausseen integriert.

1895 hat die Gemeinde 286 Einwohner und 1925 sind es insgesamt 305 Einwohner.

 

1928 werden die Gemeinde und der Gutsbezirk (Domäne) vereinigt. Der Ortsteil Tollkrug an der Kreuzung der Rotberger Straße mit der B 281 hat mit seiner Gaststätte und einer Tankstelle eine gewisse Regionale Bedeutung.

 

1931 findet der Verkauf von Gutsländereien entlang des Karlshofer Weges statt.

Das Dorf erhält 1938 den Namen Rotberg.

 

Gegenwart

In der Gemarkung Rotberg fanden die Umsiedler aus Kienberg ihre neue Heimat.

Der neu hergestellte Dorfplatz mit dem Backhaus und der Kirche aus dem 14. Jahrhundert bildet heute das Zentrum von Rotberg.

waltersdorf

Wappen des Ortsteils Waltersdorf

Wappenbeschreibung (Blasionierung)

Die Gemeinde Waltersdorf führt in Ihrem Wappen eine heraldisch stilisierte Kirche sowie fünf Kornblumenblüten.

 

Erläuterung

Die Waltersdorfer Kirche wurde im 13. Jahrhundert als Wehrkirche errichtet. Sie gehört zu den schönsten Kirchen und Baudenkmälern des Landes Brandenburg. Die Kirche ist der einzige massive Bau in Waltersdorf, der die Zeiten überdauert hat. Ihre Mauern bestehen aus Feldsteinen und weisen eine Dicke von bis zu 1,65 m auf. Mit der Wahl einer heraldisch stilisierten Kirchendarstellung greift die Kommune auf ein zentrales Motiv der gemeindlichen Geschichte zurück, in der die Kirche nicht nur religiöser, sondern auch kultureller sowie architektonischer Mittelpunkt der Gemeinde gewesen ist. Die fünf Kornblumenblüten symbolisieren die fünf Siedlungsteile der Gemeinde Waltersdorf. Es sind Hubertus, Kienberg, Siedlung, Vorwerk sowie Waltersdorf-Dorf. Die Kornblume ist als blaublühendes Getreideunkraut bekannt. Die Kornblumenblüten im Wappen deuten auf das häufige Vorkommen des blauen Korbblütlers in der Gemeindeflur. Indirekt verweist das Motiv zusätzlich auf die Landwirtschaft als die historische Haupterwerbsquelle der Waltersdorfer.

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