Ortsporträt Waßmannsdorf_Bahnhof und Hurricane

Portrait des Ortes

Das ehemalige „Möhrendorf“ Waßmannsdorf am Rande Berlins hat sich grundlegend gewandelt. Einst weitgehend von Landwirtschaft und Rieselfeldern geprägt, hat sich der Ort zu einem soliden Gewerbestandort entwickelt. Heute wird die Landwirtschaft weitestgehend von den Berliner Stadtgütern, mit Sitz in Kleinziethen, betrieben. Die wohl größten Veränderungen zeigen sich am Klärwerk Waßmannsdorf. Es ist mit einer täglichen Reinigungs-Kapazität von 230.000 Kubikmetern Abwasser eines der modernsten Klärwerke Europas.

 

Unter den derzeitigen Firmen und Gewerbetreibenden bietet sich vom Autohaus über Gartenbau und PC-Doktor bis hin zum Zaunbau ein gesunder Branchenmix.

 

Kindergarten und Kinderkrippe können 45 Kinder in gemischten Gruppen betreuen. Das grundsanierte freundliche Gebäude verfügt unter anderem über einen Turnraum und viele weitere modern eingerichtete Räume. Auch für Schulkinder und Senioren wurde ein Gebäude am Ende des „Grünen Weges“ hergerichtet. Hier treffen sich sowohl die Jugendlichen um unter Anleitung täglich gemeinsam ihre Freizeit zu gestalten, als auch die Seniorinnen und Senioren zu ihren Veranstaltungen. Bei dem vorhandenen gegenseitigen Verständnis kommen die Generationen gut miteinander aus.

 

Mit der Sanierung der denkmalgeschützten Dorfkirche konnte Waßmannsdorf ein weiteres wichtiges Vorhaben realisieren.

 

Nicht ohne Stolz präsentiert sich Waßmannsdorf mit seinem „Haus der Begegnung“. Hier bietet sich eine breite Palette der Möglichkeiten zur kulturellen und sportlichen Betätigung. Im Herbst 2021 ging der neue S-Bahnhof in Waßmannsdorf an Netz. Um den S-Bahnhaltepunkt sollen zahlreiche Gewerbe-, Hotel- und Dienstleistungseinrichtungen entstehen.

Geschichte

1350 – Erste Erwähnung

Waßmannsdorf wird erstmals am 3. Juni 1350 als Wasmanstorp erwähnt. Der Ort ist jedoch wesentlich älter und stammt aus der askanischen Zeit des 12. Jahrhunderts. Die Meister der Elendsgilde zu Berlin übertrugen 1350 einem ihrer Priester die Verwaltung von Waßmannsdorf. Die Einkünfte des Ortes erhielt die Berliner Marinekirche.

 

1360

Nach einer anderen Urkunde von 1360, in welcher der Markgraf Ludwig der Römer diese Rente aus der Lehnsverbindlichkeit erlässt, werden die Bauern Binke und Michaelis erwähnt.

 

1375

Im Landbuch Kaiser Karls des Vierten von 1375 heißt der Ort Wasmestorf und hat 48 Hufen (Bezeichnung für ein Bauerngut oder Gehöft das von einer Familie bewirtschaftet wurde). Das Landbuch erwähnt weiter, dass in Waßmannsdorf der Pfarrer 4 Hufen und Heyne von Selchow 11 Hufen zu seinem Hofe hatte und dafür den Vasallendienst leisten musste. Die übrigen Hufen gaben Pacht, Zins, Geld- und Fruchtbede (alte Steuerform). Es waren 13 Kossäthen (Dorfbewohner, die einen Kotten bzw. eine Kate besaßen), ein Krug (ländliche Gaststätte) und eine Mühle vorhanden.

 

1450 bis 1900

Um 1450 werden die Familien Mußlow als Lehnsbesitzer des Ortes angeführt. Nach ihrem Aussterben fällt das Gut an den Kurfürsten und erlebt in den folgenden Jahren weitere Besitzerwechsel. Die Familien von Wilmersdorf, von Schlabrendorf, der Geheime Oberrechnungsrath Büttner und von 1836 an die Familie Gottgetreu sind für kurze oder längere Zeit Besitzer des Gutes Waßmannsdorf.

 

Da der Ort unmittelbar an der alten Heerstraße lag, verwundert es nicht, dass er während des Dreißigjährigen Krieges und der napoleonischen Kriegswirren mehrfach ausgeraubt, geplündert und gebrandschatzt wurde.

 

Seit 1718 wurde er abwechselnd Wasdorf und Wasmannsdorf geschrieben.

 

Bereits 1874 wird in Waßmannsdorf ein Freiwilliges Löschkorps gegründet.

 

Anfang des 20. Jahrhundert

Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts erwirbt die Stadt Berlin große Teile des Gutes, um einerseits den Besitz der Berliner Stadtgüter zu vergrößern und andererseits die Rieselfelder anlegen zu können.

 

1945 bis zur Wende

Im April 1945 zogen die Truppen der Roten Armee ein. Das Dorf wurde seit dieser Zeit durch die Kollektivierung sowjetischer Lesart, die Errichtung des Staatsgutes und den Bau der Eisenbahnstrecke, die durch den Bau der Mauer notwendig geworden war, geprägt.

 

2003

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde Waßmannsdorf ein Orsteil der Gemeinde Schönefeld.

wassmannsdorf

Wappen des Ortsteils Waßmannsdorf

Wappenbeschreibung (Blasionierung)

Wappen Waßmannsdorf

In Rot auf goldenem Boden eine silberne Kirche in Seitenansicht mit linksstehendem Turm und einem auf dem Dach des Langhauses stehenden rot-bewehrten Storch in natürlichen Farben.

 

Erläuterung

Das gestaltete Wappen heraldisiert ein älteres Bildsiegel des Ortsteils, das die Kirche als ältestes Gebäude der Gemeinde und den Storch als typisches naturräumliches Symbol darstellt.

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