08.09.26

Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit ist die neue Anschlussstelle an der A117 im Schönefelder Ortsteil Waltersdorf am Montag, 07. September 2026, freigegeben worden. Der neue Autobahnanschluss „Waltersdorf-Nord“ wurde von Bürgermeister Christian Hentschel im Beisein von Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach offiziell eröffnet.

Die Idee für eine neue Anschlussstelle an der A117 gab es bereits seit 2006. Die Gemeinde Schönefeld hatte das Vorhaben aus eigener Initiative angestoßen, um die Gewerbestandorte östlich des Flughafens besser an das übergeordnete Straßennetz anzubinden und den Verkehr in den angrenzenden Ortsteilen zu entlasten.

Auch für die Erreichbarkeit des Flughafens Berlin Brandenburg ist die neue Anschlussstelle von Bedeutung. Über Waltersdorf-Nord und die geplante beziehungsweise im Bau befindliche Transversale entsteht eine zusätzliche Verbindung von der A117 zum BER. Dadurch können Verkehrsteilnehmer*innen künftig auch auf dieser Route zum Flughafen gelangen und insbesondere bei hohem Verkehrsaufkommen auf der A113 alternative Wege nutzen. Mit der Freigabe der Anschlussstelle kann auch die Verbindung vom neuen A117-Anschluss zum Kreisverkehr an der Waltersdorfer Allee genutzt werden. Die Strecke führt durch den entstehenden Unternehmerpark über den Kiefernweg, Am Kiessee und die Bohnsdorfer Allee.

Christian Hentschel, Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld, ging in seinem Eröffnungsstatement auf die Interkonnektivität verschiedener Akteure bei wichtigen Infrastrukturmaßnahmen ein:
„Diese Anschlussstelle ist eine Investition in die Zukunft. Ich wünsche mir, dass wir diese neue Verbindung nicht nur als verkehrliche Anbindung verstehen, sondern als Verbindung in eine gute Zukunft unserer Kommune und unserer gesamten Region. Die Flughafenregion um den BER hat nur eine reelle Chance für eine erfolgreiche Entwicklung, wenn wir die Entwicklung dieser Region als gemeinsame Aufgabe verstehen. Und zwar auf allen Ebenen. Bund, Land, Landkreis und Kommunen.“

Mit dem Bau der Anschlussstelle wurden nicht nur die Auf- und Abfahrten zur A117 hergestellt. Entstanden sind außerdem rund 1.000 Meter Erschließungsstraße einschließlich Nebenanlagen, eine Kreisverkehrsanbindung an die L400 sowie zwei Brückenbauwerke.

Da Schönefeld die neue Anschlussstelle aus eigenem Verlangen errichten ließ, übernahm die Gemeinde auch 100 Prozent der Kosten. Bund und Land beteiligten sich nicht an der Finanzierung. Das erforderliche Planfeststellungsverfahren wurde durch das Land Brandenburg, vertreten durch den Landesbetrieb Straßenwesen, im Auftrag und im Namen der Gemeinde durchgeführt. An Planung und Bau waren zudem die Autobahn GmbH und die Deutsche Bahn beteiligt.

Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung, würdigte in seiner Rede die Eigenleistung der Gemeinde:
„Mit der Anschlussstelle Waltersdorf-Nord verbessern wir die Verkehrsanbindung im Umfeld des BER spürbar. Sie erschließt die Gewerbestandorte östlich des Flughafens besser, entlastet die angrenzenden Ortsteile und schafft eine zusätzliche Route zum BER. Ich danke allen Beteiligten, die dieses komplexe Vorhaben über viele Jahre begleitet und umgesetzt haben.“

Die Kosten lagen nach dem Stand von Dezember 2025 bei rund 600.000 Euro für die Planung und 28,598 Millionen Euro für den Bau. Von den Baukosten werden rund 15,2 Millionen Euro durch die DB InfraGO AG erstattet.


Eröffnung A117-Anschlussstelle Waltersdorf-Nord am 07.09.2026, v. l. n. r.: C. Moch, N. Berghof, A. Schwuchow (Dezernat II Bau- und Investorenservice Gemeinde Schönefeld), Olaf Damm (Ortsvorsteher Waltersdorf und Vorsitzender der Gemeindevertretung), Robert Crumbach (Minister für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg), Christian Hentschel (Bürgermeister Gemeinde Schönefeld), Andreas Thyen (Johann Bunte Bauunternehmung) / Foto: jm/Gemeinde Schönefeld

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