21.07.26

Mit der Eröffnung des neuen VBB-RadParks am S-Bahnhof Waßmannsdorf am 21. Juli 2026 setzt die Gemeinde Schönefeld gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) ein Zeichen für eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität. In Anwesenheit des Brandenburger Ministers für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, wurde das neue Fahrradparkhaus offiziell seiner Bestimmung übergeben. Als Teil des interkommunalen Brandenburger Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken“ erweitert die Anlage das Bike+Ride-Angebot der Gemeinde erheblich und soll den Umstieg vom Fahrrad auf die S-Bahn attraktiver gestalten.

Auf der Ostseite des Bahnhofs sind insgesamt 174 neue Fahrradstellplätze entstanden. Erstmals stehen am S-Bahnhof Waßmannsdorf auch gesicherte und überdachte Abstellmöglichkeiten sowie Stellplätze für Lasten- und Sonderfahrräder zur Verfügung. Der Bedarf an sicheren Fahrradabstellanlagen am S-Bahnhof Waßmannsdorf ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2020 im Zuge der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg gewinnt der Bahnhof zunehmend an Bedeutung als Pendlerbahnhof.

Infrastrukturminister Robert Crumbach betonte die Bedeutung des Projekts für die Mobilitätswende im Berliner Umland: „Mit der neuen RadPark-Anlage am S-Bahnhof Waßmannsdorf verbessern wir ganz konkret den Alltag vieler Pendlerinnen und Pendler im Berliner Umland: Wer aus Waßmannsdorf oder den umliegenden Ortsteilen mit dem Fahrrad zur S-Bahn fährt, findet jetzt komfortable und sichere Abstellmöglichkeiten. Die Anlage bietet insgesamt 174 Stellplätze, davon 90 gesicherte Plätze auch für Sonderräder. Dieser Standard soll Schritt für Schritt an immer mehr Bahnstationen im ganzen Land Brandenburg entstehen. Landesweite RadPark-Angebote erleichtern den Umstieg auf Bus und Bahn und werden Brandenburg als Fahrradland weiter voranbringen.“

Auch Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel unterstrich den Nutzen der neuen Anlage: „Ich freue mich, heute die optimalen Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben, für das Erreichen der persönlichen Fahrziele die Kombination Fahrrad und ÖPNV nutzen zu können. Nicht zuletzt mit der elektronischen Unterstützung wird das Fahrrad von heute ein immer attraktiveres Verkehrsmittel. Unser modernes Fahrradparkhaus sorgt für eine sichere Verwahrung dieser Räder. Für die Unterstützung des Bundes und des Landes Brandenburg bedanke ich mich sehr.“

Beim Eröffnungsakt dankte Hentschel außerdem den beteiligten Kommunen, den Planungsbüros – insbesondere der BahnStadt – Planungsgesellschaft für Bahnhofsentwicklung mbH –, der VBB-Vernetzungsstelle Bike+Ride, dem Landesamt für Bauen und Verkehr sowie den Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die neue Modulanlage vereint unterschiedliche Abstellmöglichkeiten für verschiedene Nutzergruppen. Herzstück ist eine Sammelschließanlage mit 84 gesicherten Stellplätzen in Doppelstockparkern. Ergänzt wird sie durch eine weitere Sammelschließanlage mit sechs gesicherten Stellplätzen für Lasten- oder Liegeräder. Hinzu kommen 84 frei zugängliche und überdachte Fahrradstellplätze. Der Zugang zu den gesicherten Bereichen erfolgt über das Buchungs- und Zugangssystem „ParkYourBike“, das speziell an die Anforderungen des Landes Brandenburg angepasst und von der GB InfraVelo GmbH bereitgestellt wurde. Für die Nutzung sind lediglich der Download der App sowie eine einmalige kostenfreie Registrierung erforderlich.

Über das reine Fahrradparken hinaus bietet die Anlage zahlreiche Serviceangebote. Dazu gehören eine Fahrradreparatursäule, Schließfächer, eine Informationsstele am Bahnhofszugang sowie eine Infowand. Für zusätzliche Sicherheit sorgen eine moderne LED-Beleuchtung und eine Videoüberwachung.

Die Finanzierung des Projekts erfolgte im Rahmen des Bundes-Sonderprogramms „Stadt und Land“ sowie des Landesförderprogramms „ÖPNV-Invest“ und weiterer Projektmittel des Landes Brandenburg. Die Förderquote betrug 90 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten. (Foto: jm/Gemeinde Schönefeld)

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