13.05.26

Sowohl im zeitweiligen Ausschuss Schönefelder Welle am 11.05. als auch im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Feuerwehr am 12.05. informierte die Verwaltung über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen in der Schönefelder Schwimmhalle.

Demnach schreitet die Sanierung zwar voran, doch muss erneut eine weitere baulich bedingte Verzögerung hingenommen werden, so dass sich der ursprünglich geplante Fertigstellungstermin August 2026 noch einmal nach hinten verschiebt. Wie aus dem aktuellen Sachstandsbericht hervorgeht, sind die Abbrucharbeiten im Gebäude inzwischen vollständig abgeschlossen. Dabei traten jedoch mehrere technische Probleme zutage, die Nacharbeiten erforderlich machten.

Auch die Mauerwerksarbeiten sind mittlerweile beendet. Die Trockenbauverkleidungen, Vorwandinstallationen, Fliesenarbeiten sowie Estricharbeiten im Bereich des Beckenumgangs sind im Gange. Zahlreiche Gewerke befinden sich nach Angaben der Verwaltung im planmäßigen Fortschritt oder sind bereits vollständig abgeschlossen.
Als wesentliche Ursache für die neuerliche Verzögerung wurden Probleme bei der Lieferung der umlaufenden Entwässerungsrinne genannt. Dadurch hätten sich Folgearbeiten sowie weitere Ausbauarbeiten verschoben. Zusätzlich seien beim Einbau der ersten Rinnenteile Höhendifferenzen festgestellt worden, die nun korrigiert werden müssten. Auch kleinere technische Mängel summierten sich letztlich zu einem erheblichen Verzug.

Hinzu kamen Schwierigkeiten bei Ausschreibungen einzelner Gewerke. Insbesondere die Tischlerarbeiten verliefen zeitweise ohne eingehende Angebote. Ausschreibungen mussten aufgehoben und erneut durchgeführt werden, was zusätzliche Wochen kostete. Bereits zuvor hatte sich ein beteiligtes Unternehmen als unzuverlässig erwiesen und war schließlich insolvent ausgefallen.

Mit einer Fertigstellung ist nun zum Ende des Jahres 2026 zu rechnen. Die Inbetriebnahme soll rechtzeitig zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2026/27 erfolgen, damit der Schulschwimmbetrieb aufgenommen werden kann.

Trotz der Verzögerungen sieht die Verwaltung die Kosten weiterhin unter Kontrolle. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gemeindevertretung zusätzliche Mittel in Höhe von rund 472.000 Euro sowie einen zehnprozentigen Sicherheitspuffer bewilligt, um auf weitere Preissteigerungen reagieren zu können. Nach aktueller Kostenprognose sind davon bereits etwa 343.000 Euro und damit rund 70 Prozent eingeplant. Die prognostizierten Gesamtkosten liegen derzeit bei etwa 5,13 Millionen Euro und damit weiterhin unterhalb des genehmigten Gesamtrahmens von rund 5,26 Millionen Euro. Allerdings handelt es sich dabei bislang überwiegend um Prognosewerte, da noch nicht für alle Gewerke endgültige Rechnungen vorliegen.

Kritisch äußerte sich die Verwaltung über die bisherige Kostenverfolgung durch die Planungsseite. Eine detaillierte Kostenkontrolle liege bislang nicht in ausreichender Form vor, obwohl dies nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure zu den Aufgaben der Planer gehöre. Deshalb wurde inzwischen zusätzlich eine Baujuristin zur Unterstützung hinzugezogen.

Insgesamt zieht die Verwaltung ein gemischtes Fazit: Zwar seien die Verzögerungen nachvollziehbar und der Kostenrahmen werde voraussichtlich eingehalten. Dennoch müsse erneut ein späterer Fertigstellungstermin hingenommen werden.


Die Abstimmungen mit dem Fernwärme-Anbieter sind erfolgt, Markierungen hierzu wurden auf der Baustelle der Schönefelder Welle vorgenommen. (Foto: Gemeinde Schönefeld)

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