Kirchen_Kirche Selchow Luft_Gläser

Portrait des Ortes

Aus dem schon immer von der Landwirtschaft geprägten Ort ist in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts ein Paradies für Pferdeliebhaber geworden. Die ehemals der intensiven Landwirtschaft dienenden Einrichtungen wurden zu Sport- und Freizeitanlagen umgebaut und bieten so den Berlinern die Möglichkeit, ihre Freizeit unmittelbar vor der Haustür zu verbringen. Reit- und Wanderwege sind in der wald- und wasserreichen Gegend ausreichend vorhanden, und bei schlechtem Wetter muss auf einen Ritt nicht verzichtet werden, denn moderne Reithallen ermöglichen zu jeder Zeit das Reiten.

 

Aufgrund der Erweiterung des Flughafens Schönefeld war es notwendig, Teile von Selchow umzusiedeln, da sich Teile des Ortes auf dem Gelände des zukünftigen Großflughafens befanden. Es wurde eine mit allen Beteiligten vereinbarte Umsiedlung vorbereitet.

Die von der Umsiedlung betroffenen Eigenheimbesitzer und Mieter haben sich für den Ortsteil Großziethen als ihren neuen Wohnstandort entschieden. So wurden dreizehn Haushalte mit etwa 35 Personen auf der 2,5 ha großen Fläche in Großziethen angesiedelt. Am 5. Juli 2005 wurde der Abschluss der Umsiedlung feierlich begangen.

 

Ende Mai 2005 wurde neben der Kirche der Seniorenklub fertiggestellt und an die Seniorinnen und Senioren des Ortsteils Selchow übergeben.

 

Am Rande des Ortes entstand das Ausstellungs- und Messegelände für die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ILA. Seit 2012 findet auf dem Berlin-ExpoCenter-Airport-Areal alle zwei Jahre die international bedeutsame Luftfahrtmesse statt, zuletzt 2022.

Rotberg Dorfeingang links3

Geschichte

1373 – Erste Erwähnung

Die Entstehungsgeschichte der kleinen Siedlungseinheit Selchow (anfangs Zelichow genannt, was „Besitzdorf des Zelich„ bedeutet) verliert sich im frühen Mittelalter. 1242 wird ein Henricus de Selchow genannt.

Zum ersten Mal wird Selchow in einer Urkunde (datiert auf den 29. August 1373) erwähnt, die Kaiser Karl der Vierte für die von Kummeltitz ausstellte. Darin wurden die Pacht- und Zinsabgaben aufgelistet. Der Besitz für das Dorf und Gut wurde mit entsprechendem Besitzerwechsel häufig aufgeteilt.

 

Verheerende Folgen hatten die Bauernkriege und der 30-jährige Krieg. In Selchow blieb Caspar Mittelstras als einziger Bauer übrig.

 

1700 bis zur Gegenwart

1740 erwarb Friedrich Wilhelm I das Dorf für 27.000 Taler und fügte es der Herrschaft Wusterhausen ein. Um 1805 wohnten im Dorfbezirk Selchow 171 Menschen mit Schmiede, Krug (ländliche Gaststätte) und Windmühle.

 

Bedingt durch die teilweise Auflösung der Domäne Königs Wusterhausen kam das Gut in Erbpacht zu Friedrich Schneider. Ab 1890 war die Familie Neuhaus im Besitz des Guts. Sie verkaufte es im Mai 1924 für die Entwicklung der Rieselfelder an den Magistrat von Berlin.

 

Das Gutshaus wurde in den 20er Jahren gebaut, Im Herbst 1943 und im Frühjahr 1944 wurde es durch Bomben beschädigt.

selchow

Wappen des Ortsteils Selchow

Wappenbeschreibung (Blasionierung)

Eine Kirche in Seitenansicht auf blauem Grund und grünem Boden. in der rechten Ecke zwei gelbe, zu einem „S“ geformte Hufeisen.

 

Erläuterung

Das gestaltete Wappen heraldisiert ein Bildsiegel des Ortsteils, das die Kirche und die beiden Hufeisen als Symbol darstellt. Da in Selchow die Zahl der Pferde die der Einwohner übersteigt, wurden die Hufeisen zu einem „S“ als Anfangsbuchstaben von Selchow geformt.

Sie können diese Seite mithilfe von Google Übersetzer in Englisch anzeigen. Hierbei werden Daten durch Google verarbeitet.

Abbrechen Ich stimme zu
Skip to content